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Kulinarische Spezialitäten der Bretagne und der Normandie

Deftiges und "Haute Cuisine"


Die in Nordfrankreich gelegene Küstenregion der Normandie ist nach alter Tradition ein Zentrum der Viehzucht. Die Milchwirtschaft ist deshalb besonders ausgeprägt, und die Vielfalt der Käsesorten selbst für Frankreich außergewöhnlich.

Ein normannisches Dorf gab dem berühmtesten Käse der Region seinen Namen: "Camembert".

Butter und Creme fraiche werden ebenfalls ausgiebig bei der Zubereitung warmer Gerichte verwendet. Der Normanne bevorzugt dabei Rindfleisch und Innereie.

Auf den Salzwiesen der Küsten grasen Schafe, die das Salz in ihr Fleisch aufnehmen und besonders gut schmecken. Damit nicht genug, produziert die Normandie so viel Apfelwein wie kein Land auf dieser Welt. Der "Cidre" hat nur einen geringen Alkoholgehalt von 2 % - 5 %, ähnelt mehr dem Apfelmost und wird gekühlt aus Tassen oder Schalen genossen. Aus ihm wird der bekannte Apfelschnaps Calvados gebrannt.
Die westfranzösische Bretagne ragt als große Halbinsel weit in den Atlantik hinein.

Neben den Fischern sind es auch hier die Viehzüchter, welche die regionale Küche prägten.

Für Käse ist die Bretagne allerdings weniger bekannt, sie liefert vorwiegend gesalzene Butter und Erzeugnisse aus Buttermilch.

Wer fürchtet, einer groben und einfallslosen Bauernküche zu begegnen, täuscht sich allerdings. Die Bretagne produziert die bekanntesten Spezialitäten der französischen Gastronomie, neben den Artischocken vor allem Austern, die an der Küste gezüchtet werden.

Selbst der Crêpe ist hier zu Hause, der sehr dünne französische Pfannkuchen, der mit den verschiedensten süßen Belägen versehen wird.

Die Bretonen mögen die herzhafte Variation "Galette" aus dunklem Buchweizenmehl, die mit Käse, Ei und Schinken belegt wird.

Apfelbäume gedeihen in der Bretagne wie in der Normandie, und Calvados wird in beiden Gebieten gern getrunken.















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