Mont Saint Michel

Der Mont Saint Michel, Normandie

Der Felsen des Mont-Saint-Michel ist zweifelsohne ein einmaliger Ort in Europa.

80 Kilometer von Rennes in der Normandie und ca 350 Kilometer von Paris entfernt lockt der Klosterberg vorallem wegen seiner mytologischen Geschichte viele Touristen an die Nordküste Frankreis.

Die Entstehung des Kloster ist leider nicht genau zu datieren, da selbst in den klostereigenen Texten Sagen und Wahrheiten verschmelzen. Fakt ist jedoch, dass 708 nach Christus der Aubert von Avranches beschloss auf diesem Berg eine dem Erzengel geweihte Kirche zu errichten. Dieser Grundbau einer ersten Kapelle aus Granitblöcken bot genug Platz um ca. 100 Gläubigen als Pilgerstätte zu dienen.

Heute ist von diesem Grundriss nur noch die Westmauer übrig. Neben dieser Reliquie findet sich dort auch der vergoldete Schädel des Sankt Aubert, der einer benediktinischen Sage nach durch den Finger eines Erzengels starb.

Vor ca. 600 Millionen Jahren durch eine Erdfaltung entstanden ist dieser rund 80 Meter hohe Granitberg Schauplatz des beinahe stärksten Gezeitenwechsels der Welt. Kommt es bei Verbindung der Anziehungskräfte von Sonne und Mond zu einer Springflut zieht sich das Wasser mit Geschwindigkeiten von bis zu einem Meter pro Sekunde ganze 18 Kilometer zurück.

Diese von den Gezeiten betroffenen "Tangue"-Landschaften scheinen lebloser als sie sind. Seit dem 11. Jahrhundert versuchten die Menschen durch Deiche, dem Umland landwirtschaftlichen Nutzen abzugewinnen.

Heute ist dieses Umland von zahlreichen Fischen besiedelt, sowie von vielen Zugvögeln als Überwinterungsgelegenheit genutzt. Zudem bevölkern seit vielen Jahrzenten die berühmten "Salzschafe" die Umgebung.