Megalithen in der Bretagne

Megalithe - wie Felsen in der Brandung

Zerfurchter Stein, von Wind, Wetter und den Menschen geprägt, das sind Megalithen in der Bretagne.

Das Wort " Megalith " kommt aus dem griechischen und bedeutet nichts weiter als "großer Stein" und groß sind sie wirklich.

Uralt sind sie, und es gibt die verschiedensten Theorien über ihre Bedeutung. Einerseits denkt man, dass die an der Küste gelegenen Steine den Seefahrern als Orientierungszeichen galten, doch dabei wurde nicht bedacht, dass es auch im Landesinneren viele Megalithen gibt. Andere Theorien sagen aus, dass sie als Plätze für verschiedene Rituale oder als Treffpunkt gedient haben. Auch gibt es den Gedanken, dass sie als Ruhestätten gedient haben, die genaue Bedeutung ist allerdings bis heute nicht bekannt und gibt noch viele Möglichkeiten für Spekulationen.

Ganz besondere Megalithen kann man in Carnac finden. Dort gibt es ganze Steinfelder. Diese ziehen sich - leicht geschlängelt - kilometerlang quer durch die Landschaft, wobei sich Steingröße und Abstand verändern.

Man nennt Megalithen unter anderem auch Hexensteine oder Teufelstische.

Der Grund für diese Namen ist oft die Form oder die Zeichen die auf den Megalithen zu finden sind. Rillen und Gravuren sind auf ihnen zu sehen, die darauf hindeuten, dass man in diesen Zeiten begann sich für Astrologie und die verschiedensten kosmischen Abläufe zu interessieren.

So sind zum Beispiel Steinreihen und Steinkreise so errichtet, dass sie mit der kosmischen Ordnung zusammengebracht werden können.

Man verehrte und achtete verschiedene Elemente (z.B. Wasser, Feuer, Sturm) und brachte ihnen aus Dankbarkeit Opfer auf Bergplateaus, bei Quellen und Höhlen.

Die Megalithen in der Bretagne werden uns noch lange Zeit Rätsel aufgeben.